Lizz Wright: Dreaming Wide Awake


Lizz Wright

Dreaming Wide Awake

Verve

Nachdem ihre Debut CD ‚Salt’ (Verve) im Jahr 2003 bereits internationale Beachtung fand und ihre seitherigen Live-Auftritte ihr viele Fans auch in Deutschland beschert haben, liegt jetzt die zweite CD vor, produziert von Craig Street, der schon große Erfolge mit Cassandra Wilson und k.d. lang hatte. Die Musik ist kaum in eine der gängigen Schubladen einzuordnen, sondern bildet ein Amalgam aus Soul, Gospel, Pop, Country und – wenig – Jazz, auch wenn Gitarrist Bill Frisell bei drei Titeln mitwirkt. Stil und Stimme erinnern an Tracy Chapman. So sind die auch im Jazz durchaus bekannten Songs ‚I’m Confessin’’ oder ‚A Taste of Honey’ kaum wiederzuerkennen. Ansonsten steuert Lizz Wright drei Eigenkompositionen bei und bedient sich bei Madonna (‚Stop’) oder Neil Young (‚Old Man’). Das Songmaterial ist aber eher sekundär, denn im Vordergrund steht die hypnotische Kraft ihrer Stimme, die den Zuhörer in Verbindung mit der erdigen Schwere der Arrangements tatsächlich in Wachträume versetzen können.

Hans-Bernd Kittlaus 04.06.05