Kris Bowers: Heroes & Misfits


Kris Bowers

Heroes & Misfits

Concord

Nach dem Gewinn des Monk Wettbewerbs 2011 hat sich Pianist Kris Bowers viel Zeit mit seiner Debut-CD gelassen. Er war allerdings durch seine Mitwirkung in den Bands von Marcus Miller und José James auch sehr beschäftigt. In den zehn Eigenkompositionen auf „Heroes & Misfits“ zeigt er jetzt sein breites musikalisches Spektrum. Das beginnt mit einer Overtüre aus Vögelgezwitscher und klassisch geprägten Klavierakkorden. Mit „Wake the Neighbours“ folgen elektronische Pop-Sounds. Sein pianistisches Potential wird auf „#The Protester“ deutlich, das heftig von Schlagzeuger Jamire Williams angetrieben wird. Bowers erweist sich als Fan von SängerInnen mit wenig Stimme wie Julia Easterlin, José James und Chris Turner, die auf einzelnen Songs der CD mitwirken und die Pop-Orientierung verstärken. „Wonder-Love“ und „Forever Wonder“ zeigen nicht nur im Titel die Begeisterung Bowers für die Musik Stevie Wonders. Insgesamt eine anspruchsvolle Pop-CD mit Jazz-Elementen, die das Potential des 24-jährigen aufblitzen lassen. Mal schauen, was er daraus macht.

Hans-Bernd Kittlaus                            02.03.14