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Hans-Bernd Kittlaus
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| Lizz Wright
Dreaming Wide Awake
Verve
Nachdem ihre Debut CD ‚Salt’ (Verve) im Jahr 2003 bereits internationale
Beachtung fand und ihre seitherigen Live-Auftritte ihr viele Fans auch in
Deutschland beschert haben, liegt jetzt die zweite CD vor, produziert von Craig
Street, der schon große Erfolge mit Cassandra Wilson und k.d. lang hatte. Die
Musik ist kaum in eine der gängigen Schubladen einzuordnen, sondern bildet ein
Amalgam aus Soul, Gospel, Pop, Country und – wenig – Jazz, auch wenn Gitarrist
Bill Frisell bei drei Titeln mitwirkt. Stil und Stimme erinnern an Tracy Chapman.
So sind die auch im Jazz durchaus bekannten Songs ‚I’m Confessin’’ oder ‚A Taste
of Honey’ kaum wiederzuerkennen. Ansonsten steuert Lizz Wright drei
Eigenkompositionen bei und bedient sich bei Madonna (‚Stop’) oder Neil Young
(‚Old Man’). Das Songmaterial ist aber eher sekundär, denn im Vordergrund steht
die hypnotische Kraft ihrer Stimme, die den Zuhörer in Verbindung mit der
erdigen Schwere der Arrangements tatsächlich in Wachträume versetzen können.
Hans-Bernd Kittlaus
04.06.05
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