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Drummer E.J. und Saxofonist Marcus Strickland sind eineiige Zwillinge.
Auch mit 30 machen sie noch sehr viel gemeinsam, zum Beispiel die drei
vorliegenden CDs, von denen zwei auf ihrem eigenen Label erschienen sind.
"In this day" enthält 14 Eigenkompositionen von E.J. und wurde von Ravi
Coltrane produziert, der aber nicht mitspielt. Neben Bruder Marcus an
Sopran- und Tenorsaxofon ist Altsaxofonist Jaleel Shaw dabei, Marcus’
Nachfolger im Roy Haynes Quartett. Pianist Luis Perdomo gibt der Musik
eine erdige Note als willkommenes Gegengewicht zur postmodernen
Abstraktion der Kompositionen. "Of song" zeigt Marcus’ Vorliebe, sich
Songs aus anderen Musikbereichen anzueignen. Das reicht von Jacques Brels
"Ne me quitte pas" über Bob Marleys "Is this love?" bis zu James Browns "It’s
a man’s man’s world". Daraus macht er ein in sich stimmiges Gesamtwerk,
das mehrfaches Hören erfordert, um die Feinheiten seines Spiels zu
ergründen. Vor allem sein Sopran-Sound begeistert. Während Pianist David
Bryant eher blass bleibt, bildet der junge Bassist Ben Williams hier wie
auch auf "Idiosyncrasies" gemeinsam mit E.J. ein exzellentes Rhythmus-Gespann.
Auch auf der dritten CD greift Marcus neben Eigenkompositionen auf Pop
Songs zurück, etwa Björks "Scatterheart", und verwandelt sie in Jazz, der
in dieser Trio-Formation ohne externen Produzenten abstrakter, freier und
etwas wilder rüberkommt.
Hans-Bernd Kittlaus
01.10.09
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