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Matthias Schriefl shreefpunk plus strings
ACT 9657-2
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Andy Haderer & Matthias Schriefl 2 generations of trumpets – live im Stadtgarten
CMO 600040
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Ob in seinen eigenen Formationen oder als Solist mit der WDR Big Band, mit
Ali Haurands European Jazz Ensemble, mit Charlie Mariano oder Tom Gäbel –
Matthias Schriefl hat in den letzten Jahren die deutsche, insbesondere die
Kölner Jazz Szene bereichert. Der Absolvent der Kölner Musikhochschule hat mit
seinen ersten CD-Veröffentlichungen lang gewartet. Jetzt, mit 26, bringt er
gleich zwei Produktionen heraus. Die Live-Aufnahme des Quintetts mit Andy
Haderer, dem ersten Trompeter der WDR Big Band, zeigt die Mainstream-Seite von
Schriefl sowohl als Komponist und Arrangeur als auch an Trompete, Flügelhorn und
Baritonhorn. Komplettiert wird die Gruppe von Hubert Nuß am Piano, Ingmar
Heller am Bass und Hans Dekker am Schlagzeug, die für den rechten Swing sorgen.
Haderer und Schriefl betrachten das Zusammenspiel nicht als Wettkampf, sondern
inspirieren sich und die Gruppe freundschaftlich zu Höchstleistungen. Höhepunkte
sind die Schriefl-Kompositionen „die fliege" und „count hartz" sowie Andy
Haderers Arrangement über „blue silver" zu Ehren seines Idols Blue Mitchell.
Eine andere von Schriefls Formationen ist shreefpunk, die definitiv keinen
Mainstream bietet, sondern eine wilde Mischung aus unterschiedlichen Einflüssen
von Jazz über Pop bis Punk und neuer Musik. Vor allem in der Kombination mit
einem Streicher-Quartett spielt Schriefl seine beachtlichen Talente als
Komponist und Arrangeur aus. Bei „Ozonloch, I hob no koans gseng!" spielt nicht
nur der Titel auf seine Allgäuer Heimat an, auch der Titel „Aua!" ist
musikalisch nachvollziehbar. Beides sind Beispiele für Schriefls Humor, der bei
aller Strenge der Arrangements auch musikalisch immer wieder durchbricht.
Insgesamt ist shreefpunk nicht so eingängig und leicht verdaulich wie die
Live-CD, aber eine würdige neue Folge in der verdienstvollen Young German Jazz
Reihe von ACT.
Hans-Bernd Kittlaus
30.01.07
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