This will be – The Jazzpar Prize 2000
Storyville 101 4245
Chris Potter, der amerikanische Multiinstrumentalist an Tenor-
und Sopransaxofon, Flöte und Baßklarinette, ist der Mann des Augenblicks.
Gerade 30, hat Potter nicht nur eine stark behindernde Ohrerkrankung
überwunden, über viele Sideman Engagements seine ‚Dues’ bezahlt, u.a. im
Dave Holland Quintet, in dieser Zeit sinkender Jazz Budgets der großen Labels
einen Vertrag bei Verve bekommen und bereits sein erstes Verve Album
herausgebracht (das exzellente ‚Gratitude’), er wurde im Jahr 2000 auch mit
dem Jazzpar Preis ausgezeichnet, dem höchstdotierten Jazz Preis der Welt.
Verdient hat er das allemal, wie auch die vorliegende Aufnahme zeigt, die bei
Konzerten anlässlich der Preisverleihung in Dänemark entstanden ist. Zentral
ist dabei Potters Auftragskomposition ‚Jazzpar Suite’, für die Potters
amerikanische Gruppe mit Pianist Kevin Hays, Bassist Scott Colley und
Schlagzeuger Billy Drummond um dänische Musiker erweitert wurde. Hier
demonstriert Potter seine Weiterentwicklung nicht nur als Instrumentalist,
sondern auch als Komponist. Doch seine besten solistischen Momente hat er im
Titelsong, den er mit einem furiosen unbegleiteten Solo einleitet. Mit Musikern
vom Kaliber Chris Potters muss einem um die Zukunft des Jazz nicht bange sein.
Hans-Bernd Kittlaus 11.07.01