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K i n
d o f B l u e
Cyber Jazz
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Print-Version
(erschienen 5/97)
Die Messe CeBIT in Hannover hat gerade erst wieder eindrucksvoll
bestätigt, welche Boom-Branche die Telekommunikation darstellt. So
wächst auch der Jazz-Inhalt des Internets kräftig. Nach den positiven
Reaktionen auf den ersten Artikel über Jazz im Internet im JP 3/97 folgt
nun eine weitere Sammlung von lohnenden Adressen zum Thema Jazz. Wieder
ist die Auswahl notgedrungen subjektiv. Die im folgenden Text jeweils in
Klammern stehende Nummer verweist auf die dazugehörige Adresse in der
Liste im separaten Kasten.
USA
Der überwiegende Teil des Jazz-Angebots im Internet kommt aus den USA.
Kommerziell ausgerichtet und trotzdem gut ist das JazzNet (1) mit einer
nützlichen Sammlung von Links und detaillierten Informationen
insbesondere über Jazz in Los Angeles und Umgebung. Lohnend ist besonders
der Jazz-Bücher-Bereich (2), der in Kooperation mit dem größten
Online-Buchladen amazon.com einen großen Teil der amerikanischen
Jazz-Literatur in Kurzform darstellt mit Abbildungen der Covers. Eine
weitere schöne Sammlung von Links bietet das American Jazz Symposium
unter Jazz on the Web (3).
Auf Monatsbasis erscheint das Online Jazz Magazin All About Jazz (4),
das interessante Artikel, CD Besprechungen usw. bringt. Wöchentlich
liefert der jazz-begeisterte Multimedia-Designer Bret Arenson auf seinen
grafisch attraktiv gestalteten Jazz Owl Seiten (5) eine Besprechung einer
klassischen Jazz-Aufnahme. Musiker nutzen das Internet zunehmend, um sich
darzustellen, Werbung für ihre CDs zu machen und Fans und potentiellen
Auftraggebern die Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme zu geben.
Beispiele für sehr schön gestaltete Musiker Homepages sind die des
Pianisten Hal Galper (6) und der Jazz-Legende Benny Carter (7), der mit
fast 90 Jahren den Weg ins Netz der Netze gefunden hat und dort unter
anderem seine neue Live-Doppel-CD mit Phil Woods vorstellt. Auch weniger
bekannte Musiker versuchen, das Internet als Kontaktweg zu nutzen. So
haben sich unter Jazmin (8) Frauen im Jazz aus der Bay Area (San Francisco
und Umgebung) zusammengetan.
Australien und Japan
Ähnlich wie in Europa ist auch in der Asia Pacific Region die Nutzung
des Internets noch etwas hinter der in USA zurück. Hinzu kommen in vielen
Ländern sprachliche Barrieren. In Australien gibt es OzJazz Worldwide
(9), noch nicht sehr gut gefüllt, aber doch mit einer Reihe von guten
Links. Auch in Japan existieren bereits einige in mehr oder minder
unterhaltsamem japanischen Englisch gestaltete Seiten. Shigeyo’s Jazz
Page (10) enthält eine Reihe von interessanten Artikeln und
Festivalberichten, ist aber nicht übermäßig aktuell. Das gilt auch für
die Jazzboy Seiten (11), die eine recht umfangreiche Liste von Adressen
und Telefonnummern japanischer Jazz Klubs enthalten, allerdings leider
ohne aktuelle Programme. Inspiriert von der entsprechenden europäischen
Homepage (13) ist das Angebot der Japanese Free Improvisors (12), die
Informationen zu japanischen Avantgarde Musikern enthält.
Europa
Die European Free Improvisors (13) sind auf dem Rechner der
Universität Sheffield beheimatet und bieten eine umfangreiche Liste von
Informationen über Musiker und kleinere Labels. Eines der ältesten
Jazz-Angebote im Web ist das Europe Jazz Network (14), das von Ravenna,
Italien, aus seit 1987 Informationen über europäische Musiker, Agenten
und kleinere Labels offeriert. Über die im letzten Artikel genannten
Adressen hinaus sind weitere lohnende länderspezifische Seiten zu nennen.
Mit Jazz in Spain (15) befindet sich gerade ein Angebot im Aufbau, das
bereits interessante Adressen beinhaltet. Wesentlich weiter ist bereits
Jazz in Belgium (16), eine sehr attraktive Adresse mit guten Informationen
über belgische Musiker, Klubs, Festivals etc. In Österreich hat Roberts
Jazz Corner (17) in letzter Zeit aufgetretene technische Schwierigkeiten
überwunden und liefert interessante Inhalte, unter anderem von JP
Mitarbeiter Hans Kumpf.
Die umfangreichste Liste von jazz-relevanten Adressen wird nicht etwa
im Internet-Land USA gepflegt, sondern stammt aus Polen. Dort verwaltet
Piotr Marek Jr. die Jazz Links of the World (18), die zur Zeit über 1200
Links aufführt. Ebenfalls sehr nützlich ist die in Norwegen verwaltete
Index-Datenbank für Musik-Zeitschriften (19), in der man nach Namen oder
Stichworten Referenzen auf eine große Zahl von Zeitschriften aller
Musikrichtungen abfragen kann, unter anderem auch aufs Jazz Podium. Im
Gegensatz zu USA stehen hinter dem europäischen Web-Angebot nur selten
kommerzielle Interessen, sondern meist sind sie das Produkt begeisterter
Individualisten. Das gilt auch für die exzellente Charles Mingus Homepage
(20) aus Finnland.
Deutschland
Eine ähnliche ‘Labour of Love’ ist sicherlich auch die Jazz Organ
Page (21) von Jürgen Wolf, der sich mit attraktiver Aufmachung der Orgel
im Jazz als Spezialthema widmet und dabei auf Musiker, CDs und
Hintergrundinformationen eingeht. Eine zunehmende Zahl von deutschen Jazz
Klubs stellt sich im Netz mit aktuellem Programm und Infos dar, so zum
Beispiel das Jazz Studio Nürnberg (22) und der Kölner Stadtgarten (23).
Unter dem Titel Jazz Pages (24) versucht Frank Schindelbeck, eine deutsche
Jazz Site zu etablieren. Die Site befindet sich noch im Aufbau, zeigt aber
schon vielversprechende Ansätze.
Für alle notwendigen Warnungen und Vorbehalte zum Surfen im Internet
verweise ich auf den Artikel im JP 3/97. Über weiterhin reges Feedback
und Tips zu Jazz Adressen würde ich mich freuen. Meine e-mail Adresse ist
‘kittlaus @ acm.org’.
Hans-Bernd Kittlaus
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Jazz-Adressen im
Internet
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